Meine ganz persönliche Ecke im Netz

Überall, nur nicht hier … dort ist er, der Sommer!

23. Jun 2009 Autor: Stephan | Abgelegt in: Allgemeines

Man kennt mich als jemanden, für den Sommer erst ab Temperaturen jenseits der 30°C Marke beginnt. Wie bitte soll ich also folgende Temperaturkarte deuten? Überall ist es wärmer, als hier?!

Temperaturkarte Europa

Grün (0°C-10°C) - Gelb (10°C-20°C) - Rot (20°C-30°C)

Wie ich hinkam, wo ich bin … Teil II

21. Jun 2009 Autor: Stephan | Abgelegt in: Allgemeines

Eine Weile ist es schon her, als ich das letzte Mal an einem Artikel in diesem Weblog gearbeitet habe. Heute ist wieder einmal einer jenen Tage, an denen mich wegen Regen bzw. Temperaturen, die zum Drinnenbleiben einladen, keine anderen Dinge ablenken … ich komme also wieder einmal zum Schreiben. Eine Kleinigkeit noch an dieser Stelle: Im ZDF habe ich gestern gesehen, dass vor genau einem Jahr Temperaturen um die 27° in München geherrscht haben. Man fragt sich also zu recht, wo sich der Sommer versteckt, gibt es doch eine Temperaturdifferenz zum letzten Jahr von leicht 10° C. In diesem Sinne sollte man wirklich vom Klimawandel und nicht der Klimaerwärmung reden, was in jedem Fall sowieso völliger Quatsch ist, denn die Erde erwärmt sich, als ganzes, im Durchschnitt …

In Teil I dieser Geschichte habe ich damit geschlossen, Feiern rund um meinen Studienabschluss zu erwähnen. Ganz besonders in Erinnerung habe ich noch ein Picknick mit meinen besten Freunden im Donaupark Linz (Donaulände sagt man eigentlich als Linzer): Vormittags war ich noch an der Universität unterwegs und bedankte mich bei jenen Leuten, die mich bei der Diplomarbeit begleitet hatten, u.a. mit gutem Rotwein aus Spanien. Zufälligerweise war einer meiner Professoren bei seiner Hochzeitsreise am Herkunftsort des Weins vorbeigekommen, der mir heute nicht mehr einfallen will … für ihn war der Wein also zusätzlich positiv belegt; schön! Nach meinem Spaziergang durch die Gänge der Universität als Quasi-Rotkäppchen, machte ich mich dann auf den Weg zur Lände mit kurzem Zwischenstopp beim Penny-Markt gleich bei der Uni, um Knabberzeugs und Getränke für den Nachmittag zu besorgen. Angekommen im Grünen war ich dann auch nur kurz alleine … mit stetigem Kommen und Gehen (es war leider Semesterschluss/Prüfungszeit für die eine oder den anderen) von Freunden und Kollegen, die ich an der Uni kennengelernt hatte, verstrich der Tag im gemütlichen Herumlungern und Reden und Träumen von der Zukunft (viel zu schnell). Donaulände im Sommer … was Besseres gibts nicht (ev. Englischer Garten in München, aber das muss ich noch rausfinden ;) )!

Als dann die Zeit des Feierns langsam vorüberging, kam eine andere Zeit: Jene, sich klar zu machen, was man mit seinem Leben in Zukunft anfangen will bzw. in welchem Bereich man sich vorstellen kann, arbeiten zu wollen. Für mich war es im Juli 2008 klar, dass ich gerne etwas Herumreisen wollte, weshalb das Interesse Intels an meiner Person ein schönes Geschenk war – USA, ein Traum! Nachdem ich allerdings nicht auf diese Karte alleine setzen wollte, begann ich via Internet andere Firmen zu suchen und zu kontaktieren, bei denen ich mir eine Karriere vorstellen konnte. Das waren u.a. NVIDIA, ATI, Microsoft und noch ein paar Spielefirmen in den USA und in Kanada. Für diese Bewerbungen, legte ich mir zuvor eine separate Portfolio-Seite an, was sich später als sehr förderlich herausstellen sollte.

Schon relativ kurz nach dem Abschicken meines Bewerbungsmails meldete sich Human Resources NVIDIA bei mir, um einen Termin für ein Telefoninterview mit dem “Senior Director of Software Operations” auszumachen. Ich war aus dem Häuschen, froh und aufgeregt zugleich … ein Telefoninterview … mit Übersee …  was ist das überhaupt und wie läuft es ab?! Dank Internet konnte ich einiges über den Bewerbungsprozess im nordamerikanischen Raum in Erfahrung bringen, trotzdem war ich an jenem Abend ganz schön nervös!

Hi Stephan,

Hope you are doing well. We received a copy of your resume and I would like to schedule a phone interview for you in consideration for our Software Engineer position. What does your availability look like for next week? Additionally, what is the best number to contact you at and what time zone will you be located in? The interview is expected to last 15 minutes.

I look forward to hearing from you.

Best,
Cait

Als dann das Telefon klingelte und die angezeigte Nummer die Vorwahl 001 für die USA anzeigte, war es Zeit, nach längerem wieder einmal sich in Englisch zu unterhalten. Ich erinnere mich noch genau, dass ich darüber überrascht war, wie leicht es mir doch von der Zunge ging, war mein letzter USA-Aufenthalt zu dem Zeitpunkt doch schon fast zwei Jahre her! Leider war es nur ein kurzes Gespräch mit Vlad, meinem Gegenüber in Kalifornien, der sich nur für seinen verspäteten Anruf entschludigen konnte und um Verschiebung auf einen anderen Tag bat: Er hätte sich nämlich mit dem letzten Bewerber verquatscht und nun gleich eine andere Person auf seiner Liste, die auf einen Anruf wartete. Zur Einhaltung des Zeitplans wurde ich also geopfert, naja, viel Aufregnung um nichts!

Sommer 2008 - 39

Vorbereitung auf das erste Telefoninterview mit NVIDIA am Abend des 23. Juli 2008 (10am Pacific Time).

Fast eine Woche später versuchten wir dann den zweiten Anlauf, diesmal sollte es keine Probleme geben. In dem Gespräch, das wie angekündigt eine gute Viertelstunde dauern würde, stellte Vald zuerst NVIDIA vor und erzählte mir von jenen Projekten, an denen er beteiligt war. Anschließend war ich an der Reihe von meiner bisherigen Arbeit im Bereich der Computergrafik zu erzählen, von meinen Interessen und vom Studium. Natürlich war auch Platz für Fragen meinerseits, die ich allerdings – so wie das gesamte Gespräch – eher oberflächlich hielt … es war ja nur Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen; über Hardware- oder Sofwaredetails sprachen wir nicht. Obwohl alles mehr oder weniger sehr positiv aussah, erfuhr ich leider, dass es für eine Bewerbung für eine Position in den USA in diesem Jahr bereits zu spät war, was an den Fristen für die Beantragung eines Arbeitsvisums durch NVIDIA läge (die wäre im Mai gewesen). Von NVIDIA Deutschland sollte meine Bewerbung jedoch weiterverfolgt werden. Nicht ganz das, was ich wollte, aber trotzdem super!

So sprach ich dann am 1. August bereits mit dem nächsten Vertreter NVIDIAs, Holger, der mich aus Würseelen bei Aachen anrief. Und das war erst der Anfang! In dieser Runde von Interviews sollte ich im Verlauf des Augusts und Septembers mit deren Fünfen sprechen, aus Würseelen bzw. Fort Collins, Colorado … Die Gespräche waren dabei so strukturiert, dass man sich anfangs zuerst einmal durch gegenseitiges Vorstellen kennenlernte, wobei es nicht nur um Fachliches ging, sondern auch um Vorlieben bei der Freizeitgestaltung. Ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen, jedoch erwähnte einer der NVIDIaner, dass sie eine firmeninterne Musikband hätten, die auch mal im Krankenhaus für Kinder spielen würde. :) Nach kurzen Kennenlernen wurde mir dann meistens ein kleineres Rätsel gestellt, das die grauen Zellen anregen sollte (siehe Beispiel unten). Dann ging es ans Eingemachte: C++, Rasterung, Ray Tracing, Algorithmen und Datenstrukturen, etc., sodass diese Telefoninterviews in der Regel etwas länger als eine Stunde dauerten. Anstrengend, und man hat danach garantiert ein glühendes Ohr. ;)

Schnelles Vorspulen gegen Ende September 2009: Nach meinem letzten Telefoninterview mit Andreas von NVIDIA Deutschland am 11. September, erfuhr ich dann gut zwei Wochen später per E-Mail, dass aufgrund eines Einstellungsstops meine Bewerbung leider nicht weiterverfolgt werden könnte. Ja, genau, nach vielen, vielen Stunden am Telefon und stetig positiven Rückmeldungen vom Team bzw. von den Sekretärinnen bei NVIDIA machte mir die Finanzkrise einen Strich durch die Rechnung. Warum mir das allerdings zu jenem Zeitpunkt relativ egal war und meine Laune nicht trübte, darüber und auch über weitere Sommererlebnisse – SIGGRAPH und L.A. – schreibe ich dann im nächsten Teil … Damit das hier nicht ein ganz gemeiner Cliffhanger wird – wer weiß, wann ich wieder was schreibe -, stelle ich euch noch das letzte E-Mail von Jessica bei NVIDIA herein. :D

Hi Stephan,

Yes, you definitely made a strong impression on the team, so I’m sure there will be other opportunities in the near future :)

You sure do travel a lot – I’m jealous! I’m glad Santa Clara is treating you well.

Take care! :)

Jessica

Wie ich hinkam, wo ich bin … Teil I

17. Mai 2009 Autor: Stephan | Abgelegt in: Allgemeines

Mittlerweile ist es ja schon lange aus, dass ich, abgesehen von den Änderungen am Scissors-Plugin-Artikel, hier etwas Neues geschrieben habe. Naja, es war einiges los und du Lust am Schreiben hatte nicht wirklich Priorität. Die ist also eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse, die sich seit gut einem Jahr ereignet haben … recht abwechslungsreich, mit Höhen und Tiefen und einem schönen Ende bzw. Anfang einer neuen Zeit für mich.

Vor einem Jahr, im Mai 2008, war ich noch dabei, die letzten Seiten meiner Diplomarbeit zu verfassen, die das Thema “Echtzeit-Raytracing dynamischer Szenen” hatte. Ich war also noch Student an der Johannes Kepler Universität in meiner Heimatstadt Linz, lebte ein sorgenfreies Studentenleben, war allerdings schon am Überlegen, wie meine Zukunft aussehen sollte. Im Sommer zuvor beschloß ich nämlich für mich, das Weite zu suchen; soll heißen, ich wollte nach dem Studium zumindest ein paar Jahre im nordamerikanischen Ausland verbringen -- USA oder Kanada, beide erschienen mir sehr attraktiv. Überhaupt, seitdem ich im Herbst 2006 eine gute Woche in Utah verbracht hatte, waren die USA für mich dieses tolle Land, in dem noch so viel Neues zu entdecken war und das sich vom Europa, das ich kenne, doch in vielen Details unterscheidet, dennoch vertraut erscheint.

Einen ersten Schritt in Richtung in USA machte ich durch Teilnahme an der Greencard Lotterie (offiziell heißt sie Diversity Visa Lottery) im Herbst 2007. Es war allerdings nicht bis Mai 2008, dass ein Leben in den USA Realität zu werden schien: Zwei Monate zuvor, Anfang März, entschied ich mich, einen Aspekt meiner Diplomarbeit im Internet zu veröffentlichen. Es handelte sich dabei um eine Integration meiner Raytracing-Bibliothek in das Open-Source-Projekt ioquake3, das den von id Software unter der GPL-veröffentlichten “Quake 3 Arena”-Quellcode pflegt und weiterentwickelt. Das Ergebnis meiner Arbeit war die Möglichkeit, das originale Q3A-Spiel bzw. auch das Spiel “Star Trek Voyager: Elite Force” von Raven Software mit neuen grafischen Effekten, wie z.B. exakten Spiegelungen, zu spielen, was in der Community großen positiven Widerhall erzeugte.

Nur zwei Wochen später erhielt ich eine knappe E-Mail von jemandem, dessen Name mir schon länger bekannt war: Daniel Pohl, der in seiner eigenen Diplomarbeit schon an etwas Ähnlichem gearbeitet hatte, nämlich einem Raytracing-basiertem Betrachtungsprogramm für Q3A-Karten. Anschließend hatte sich Daniel mit dem neueren und grafisch aufwendigeren “Quake 4″ auseinandergesetzt und wurde schließlich von Intel nach Santa Clara geholt, um dort weitere Forschung im Bereich der Verwendung von Raytracing in Spielen zu betreiben. So bastelt er mittlerweile erfolgreich mit einem Kollegen bei Intel an einer Raytracing-Umsetzung von SplashDamage’s “Enemy Territory: Quake Wars”. Respekt!

Hi Stephan,
Coole Sache mit dem ioquake! :-)
Wie kamst Du auf die Idee das ganze durch einen Raytracer zu jagen?
Best regards,
Daniel

Nun ja, so war also die Brücke nach Übersee geschlagen und ich hielt von da an Daniel über meine Fortschritte bei meiner Diplomarbeit am Laufenden. Gegen Ende Mai 2008 offenbarte er mir schließlich, dass Intel sich um Verstärkung im Raytracing-Bereich umsehen würde, und bat mir an, meine Bewerbung ins Spiel zu bringen. Welch ein tolles Angebot, das ich natürlich dankend annahm und meine Bewerbungsunterlagen übermittelte, bei deren Erstellung mir Daniel auch unter die Arme griff (in den USA sieht so etwas teilweise anders aus als hierzulande).

Dann hieß es warten, unseren entlaufenen Kater Bruno suchen und, als der nach seiner Odysee wieder zuhause angekommen war, mit voller Kraft die eigene Diplomarbeit fertigstellen. Außerdem setzte ich es mir in den Kopf, nach meiner “Konferenzpremiere” bei der RT06, die mich im Herbst 2006 nach Salt Lake City geführt hatte, auch im Sommer 2008 bei der RT08 in Los Angeles etwas zu präsentieren. Material hatte ich ja dank meiner Diplomarbeit genug und so machte ich mich daran, zwei Vorschläge für Poster vorzubereiten und einzureichen.

Kurz vor meiner Diplomprüfung Ende Juni 2008 erfuhr ich schließlich, dass einer meine Beiträge akzeptiert worden war. Los Angeles im Sommer würde also eine Realität werden und da gemeinsam mit der RT08 auch die SIGGRAPH stattfinden sollte, entschloss ich mich auch dorthin zu gehen -- ein letztes Mal zu Studentenpreisen, das wollte ich ausnutzen.

Zur Diplomprüfung war es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lange hin … und als der verabredete Tag da war, ist alles angenehm über die Bühne gegangen (ich würde sogar sagen, es hat Spaß gemacht!). Mit Auszeichnung bestanden! War das ein schönes Gefühl, die Gratulationen jener drei Professoren entgegen zu nehmen, die ich um die Abnahme meiner Prüfung gebeten hatte und die so freundlich waren, noch vor der Sommerferienzeit meinen Studienabschluss zu ermöglichen. Natürlich war dann auch viel Feiern im Freundes- und Familienkreis angesagt, was die kommenden Wochen bestimmen sollte. Hey … man schließt nur einmal sein erstes Studium ab. :-)

Teil II dieser Geschichte folgt bald, vielleicht noch heute, wenn mich die Lust am Tippen nicht verlässt. :D

Frohe Ostern!

10. Apr 2009 Autor: Stephan | Abgelegt in: Allgemeines

Osterstrauch

Where did this snow come from?

29. Jan 2009 Autor: Stephan | Abgelegt in: Österreich

Schneepanorama: Libellenweg, Möwenweg

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